Smartphone-Nutzung: Achten Sie auf Ihre privaten Daten
Unser Smartphone nimmt immer mehr Platz in unserem Leben ein. Und wer häufige Nutzung sagt, sagt auch Gefährdung unserer Privatsphäre. Rückblick auf einige wichtige Hinweise.
Vor fünf Jahren erwähnten wir, dass 38 % des Internetverkehrs über Smartphones generiert wurden. Die Situation hat sich offensichtlich schnell weiterentwickelt, denn wie Statbel zwei Jahre später feststellte, war das Smartphone zum „Gerät schlechthin für den Internetzugang” geworden. Laut ihren Statistiken surften 92 % der Internetnutzer über ihr Smartphone, darunter 99 % der 16- bis 24-Jährigen und 76 % der 65- bis 74-Jährigen.
Angesichts der stetig zunehmenden Nutzung dieser Dienste ist es notwendig, auf den Schutz unserer Privatsphäre zu achten. Ob es um Ihre sozialen Netzwerke, Ihre Finanzen, Ihre Arbeit oder sogar Ihre Gesundheitsdaten geht – Ihr Gerät ist tatsächlich eine wahre Fundgrube an Informationen.
Achten Sie auf Berechtigungen
Seien Sie insbesondere vorsichtig bei Anwendungen, die Zugriff auf Ihren Standort, Ihr Mikrofon, Ihre Kamera oder sogar auf persönliche Dateien verlangen, ohne dass dies für deren Betrieb erforderlich wäre. Wie wir Ihnen letztes Jahr erklärt haben, ergab eine Umfrage, dass „87 % der Android-Apps und 60 % der iOS-Apps Berechtigungen verlangten, die für ihren Betrieb nicht erforderlich waren”.
Bevor Sie also eine App installieren, fragen Sie sich, ob Sie diese Informationen wirklich teilen müssen. Es wird empfohlen, Zugriffsanfragen zunächst abzulehnen und die Einstellungen ggf. nach und nach anzupassen.
Bewährte Verfahren zum Schutz Ihrer Privatsphäre
Kommen wir noch einmal auf einige wichtige Punkte zurück:
- Für den Fall, dass Ihr Gerät in die falschen Hände gerät, sollten Sie es zunächst mit Ihrem Fingerabdruck und/oder der Gesichtserkennung sperren.
- Vergessen Sie nicht die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), um Ihre Konten zu schützen.
- Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig (Cloud und Speicherkarte).
- Seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie in sozialen Medien teilen, insbesondere wenn es um Ihre Kinder geht! Überlegen Sie sich die Konsequenzen gut, bevor Sie etwas veröffentlichen. Ein aus Ihren sozialen Netzwerken gelöschtes Foto bedeutet nicht, dass es nicht mehr im Internet existiert. Es könnte kopiert, archiviert oder an anderer Stelle geteilt worden sein.
- Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz reicht es nicht mehr aus, ein Gesicht oder einen Körperteil mit einem Emoji zu verdecken. Schlimmer noch: Sie können sogar ein Erkennungsmerkmal für die KI darstellen, da ihre Systeme in der Lage sind, fehlende Informationen anhand des Kontextes, der Haltung oder sogar der Muster in der Umgebung zu rekonstruieren.
- Zögern Sie niemals, eine Software zum Schutz vor Viren und Spyware zu installieren.
- Erstellen Sie für Ihre beruflichen Daten einen verschlüsselten Ordner, um sie sicher aufzubewahren.
- Vergessen Sie nicht, Ihre Apps regelmäßig zu aktualisieren, damit Sie besser geschützt sind. Und wenn Sie neue herunterladen, tun Sie dies nur aus offiziellen Stores.
- Denken Sie auch daran, Apps nach der Nutzung zu beenden, da sie im Hintergrund weiterhin Daten austauschen können.
- Vorsicht auch bei öffentlichen WLAN-Netzen, die Hacker zum Abfangen von Daten nutzen. Verwenden Sie stattdessen lieber mobile Daten.
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Weitere Informationen : https://www.polizei.be/5998/de/uber-uns/kommunikationskampagnen/scam-ka…