Small Boats
Menschenschmuggel über Small Boats
Melden Sie verdächtige Situationen
Bei den sogenannten Small Boats handelt es sich häufig um aufblasbare Schlauchboote mit Außenbordmotor. In den letzten Jahren sind sie zum bevorzugten Mittel krimineller Organisationen geworden, um Transmigranten über den Ärmelkanal in das Vereinigte Königreich zu schmuggeln. Dies geschieht meist von der französischen Küste aus, in diesem Jahr jedoch zunehmend auch von der belgischen Küste. Die Überfahrt in einem solchen Small Boat ist lebensgefährlich.
Zu viele Menschen – darunter auch Kinder – werden ohne Schwimmwesten in die Boote gedrängt, die zudem oft von minderer Qualität sind. Am 19. März 2026 wurden rund 19 Personen gerettet, die bereits seit Stunden vor unserer Küste in einem beschädigten Small Boat mit defektem Motor auf dem Meer trieben.
Aus diesem Grund startet die Föderale Polizei die Kampagne „Gemeinsam gegen Menschenschmuggel: Helfen Sie mit, Leben zu retten“ erneut. Sie ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Situationen wieder über die App oder die Notrufnummer 112 zu melden.
Dank dieser Meldungen kann die Polizei (schneller) eingreifen – etwa bei lebensbedrohlichen Situationen, um das Auslaufen eines Small Boats zu verhindern oder um mögliche Verdächtige des Menschenschmuggels zu kontrollieren usw.
Worauf sollten Sie achten?
Welche verdächtigen Situationen im Zusammenhang mit Menschenschmuggel über Small Boats können und sollten Sie über die Notrufnummer oder die App 112 melden?
- Verdächtige Fahrzeuge – meist mit ausländischem Kennzeichen –, die unterwegs zur nordfranzösischen oder belgischen Küste sind und mit Booten, Kanistern, Motoren usw. beladen sind. In der Regel haben diese Fahrzeuge getönte Scheiben. Die Boote sind zusammenklappbar und können sich in großen Kisten oder Säcken befinden. Solche Situationen können beispielsweise an einer Tankstelle auffallen.
- Verdächtige Gegenstände in den Dünen, wie versteckte Boote oder Motoren oder zurückgelassene Kanister, Schlafsäcke oder Zelte.
- Große Gruppen, die nachts oder in den frühen Morgenstunden mit einem kleinen Boot aufs Meer hinausfahren.
Kriminelle Organisationen
Internationale kriminelle Organisationen verdienen enorme Summen mit dem Menschenschmuggel in das Vereinigte Königreich und setzen dabei skrupellos das Leben von Transmigranten aufs Spiel.
Neben den zahlreichen Kontrollen vor Ort durch die Lokale Polizei und die Föderale Polizei arbeiten vor allem die Dienste der Föderalen Kriminalpolizei und der Justiz intensiv an der Zerschlagung der Schmuggelnetzwerke hinter den Transmigrationsströmen.
So wurden am 25. März 2026 in Deutschland erneut vier führende Mitglieder einer Schmuggelorganisation auf Anordnung des Untersuchungsrichters in Brügge im Rahmen eines Verfahrens der Föderalen Staatsanwaltschaft festgenommen.
Die Versorgungskette unterbrechen
Kriminelle Organisationen transportieren große Mengen an Booten, Schwimmwesten und anderem nautischen Material an die nordfranzösische oder belgische Küste, meist aus Deutschland.
Die Integrierte Polizei führt gezielte Kontrollen durch, um die Versorgungskette der Schmuggelnetzwerke zu unterbrechen und Fahrzeuge, die mit nautischem Material beladen sind, abzufangen, bevor sie ihr Endziel erreichen. Hinweise aus der Bevölkerung können dabei eine entscheidende Hilfe sein.
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